Dinoflagellaten bekämpfen



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Dinoflagellaten

Dinoflagellaten sind mikroskopisch kleine Organismen, die in Meerwasseraquarien zu ernsthaften Problemen führen können. Obwohl viele Arten von Dinoflagellaten für das Ökosystem des Meeres essentiell sind, können einige Arten in Aquarien überhandnehmen und zu einer Plage werden. Sie sind oft verantwortlich für das sogenannte "braune Schleimalgen"-Problem, das nicht nur unschön aussieht, sondern auch die Gesundheit der Korallen und anderer Aquarienbewohner beeinträchtigen kann. In diesem Artikel werden wir uns darauf konzentrieren, wie man Dinoflagellaten im Meerwasseraquarium erkennt, präventive Maßnahmen ergreift und effektive Bekämpfungsstrategien umsetzt.

Erkennung von Dinoflagellaten

Dinoflagellaten manifestieren sich häufig als eine schleimige, braune oder olivfarbene Schicht auf dem Substrat, den Wänden des Aquariums, den Dekorationen und den lebenden Steinen. Sie können auch in der Wassersäule schweben, was das Wasser trüb erscheinen lässt. Im Gegensatz zu anderen Algenarten lassen sich Dinoflagellaten nicht leicht entfernen und fühlen sich oft schleimig an.

Prävention von Dinoflagellaten

Prävention ist der Schlüssel zur Vermeidung eines Dinoflagellatenbefalls:

  • Gute Wasserqualität aufrechterhalten: Regelmäßige Wasserwechsel und die Kontrolle der Wasserparameter (Nitrate, Phosphate, Silikate) sind essentiell.
  • Reduzierung von Licht: Zu viel Licht kann das Wachstum von Dinoflagellaten fördern. Eine Anpassung der Beleuchtungsdauer und -intensität kann vorbeugend wirken.
  • Vermeidung von Überfütterung: Überschüssiges Futter kann zu einer Erhöhung der Nährstoffwerte führen, die Dinoflagellaten begünstigen.
  • Quarantäne neuer Zugänge: Neue Pflanzen, Korallen und Fische sollten in Quarantäne gesetzt werden, um das Risiko der Einschleppung von Dinoflagellaten zu minimieren.

Bekämpfung von Dinoflagellaten

Wenn Dinoflagellaten trotz präventiver Maßnahmen auftreten, gibt es verschiedene Methoden zu ihrer Bekämpfung:

  • Manuelle Entfernung: So viel wie möglich von dem Schleim manuell entfernen. Dies kann durch Absaugen während eines Wasserwechsels erfolgen.
  • Lichtausschluss: Eine vollständige Verdunkelung des Aquariums für mehrere Tage kann die Dinoflagellaten aushungern, da sie auf Licht angewiesen sind.
  • Nährstoffkontrolle: Die Verwendung von Nährstoffexportmethoden wie Proteinabschäumern, Phosphatentfernern und der Einsatz von lebenden Steinen kann helfen, die Nährstoffe zu reduzieren.
  • Einsatz von UV-Sterilisatoren: UV-Sterilisatoren können helfen, die Anzahl der Dinoflagellaten in der Wassersäule zu reduzieren.
  • Chemische Behandlungen: In einigen Fällen können chemische Behandlungen erforderlich sein. Es ist jedoch wichtig, dies als letzte Option zu betrachten und Produkte zu wählen, die speziell für Meerwasseraquarien sicher sind.


Dinoflagellaten im Meerwasseraquarium stellen eine ernsthafte Herausforderung dar, können aber mit den richtigen Strategien effektiv bekämpft werden. Die Prävention durch Aufrechterhaltung einer guten Wasserqualität und die Begrenzung von Licht und Nährstoffen ist entscheidend. Sollten Dinoflagellaten auftreten, können manuelle Entfernung, Lichtausschluss, Nährstoffkontrolle und gegebenenfalls chemische Behandlungen dazu beitragen, das Problem zu bewältigen. Es ist wichtig, geduldig zu sein und konsequent präventive und bekämpfende Maßnahmen zu ergreifen, um ein gesundes Meerwasseraquarium zu